Rebsorte: Sumoll

Fans der Serie Games of Thrones werden sich daran erinnern – Tyrion Lannister ist einer der herausragenden Charaktere. Die neue Rebsorte Tyrian – ein Namensvetter der Kultfigur – sticht wie er aus den Wein-Innovationen der letzten zwanzig Jahre heraus. Er besteht viele sehr unterschiedliche Situationen als cleverer Sieger. Ein robuster, regionaler Charakter, der durch seine vielfältige Geschichte zum spannenden und facettenreichen Hauptdarsteller wird.

Alles begann im Norden Spaniens mit der autochthonen schwarzen Weintraube Sumoll. Ursprünglich stammte sie aus der kleinen Region Penedès in Katalanien. Aus ihr wurden seit Jahrhunderten traditionsreiche, einfache rote, weisse und roséfarbene Weine produziert. Allerdings nutzte man sie in früheren Zeiten eher, um andere Weine bezüglich Struktur und Farbe zu verbessern. Danach verdrängten sie in den letzten Jahren beliebtere und kommerziell bekanntere Sorten wie Tempranillo und Rioja. In Spanien wird der Sumoll nach wie vor in den D.O.s der Conca de Barbera und Catalunya angebaut. Er gilt ausserhalb dieser Anbauregionen weiterhin als seltene Rarität.

Die Rotweine aus der Sumoll Traube zeichnen sich durch aussergewöhnlich ansprechende Kirsch-, Röst- und Balsamiconoten aus. Während das Aroma des Weines als frisch und eher mineralisch beschrieben wird, sorgt er am Gaumen für milden, runden Geschmack und ein sehr seidiges, geschmeidiges Trinkerlebnis. Einige hervorragende innovative Weine präsentieren nun all ihre Vorteile mit neuen Produktionsreihen, die unter Kennern schon Begeisterung hervorrufen.

Aufgrund ihrer molligen Trinkeigenschaften ergänzt die Rebsorte Sumoll auch seit einiger Zeit die Parellada bei der Produktion des Stars am katalanischen Champagnerhimmel: dem Cava. Der Grund für den doch dauerhaften Einsatz des Sumolls in seiner Region sind vor allem seine vielseitige Verwendbarkeit und die langen, sehr ertragreichen grossen Trauben. Dazu kommt eine starke Unempfindlichkeit gegen Trockenheit.

Diese vorteilhaften Eigenschaften machten sich australische Weinbauern zu Nutze. In den späten 1990er Jahren kreuzten sie die Sorte mit der des Cabernet Sauvignon und schufen die wärmebeständigeren Trauben Cienna und Tyrian. Letztere reift später als der Cabernet und enthält mehr Säure – ein grosser Vorteil im australischen Klima. Denn damit kann auch unter wärmeren Klimabedingungen eine stabile, hoch qualitative Weinproduktion umgesetzt werden. Schon jetzt erfreuen sich diese Innovationen grosser Beliebtheit.

Der Name der Traube wurde – allen Gerüchten zum Trotz – jedoch nicht von den Stars der Serie GOT, sondern vom thyrennischen Purpurrot, einer hellroten Farbe die im Mittelmeerraum des Altertums benutzt wurde, abgeleitet.

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